Der neue KI-Chat an der HSD

Generative KI für Studium, Lehre und Forschung - KI:connect.nrw ist jetzt verfügbar.


Seit April 2026 steht mit KI:connect.nrw ein datenschutzfreundlicher KI-Chat an der Hochschule zur Verfügung. Der Dienst ist Teil einer landesweiten Infrastruktur für generative KI, die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen gemeinsam nutzen. Dieser Beitrag gibt einen kompakten Überblick darüber, was hinter dem Angebot steckt, wie es genutzt werden kann und was dabei zu beachten ist.

KI:connect.nrw – der NRW-KI-Chat

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KI:connect.nrw ist ein zentrales Portal für generative KI-Dienste aller Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Es wird über die landesweite Infrastruktur KI:inferenz.nrw betrieben und bietet hochschulübergreifenden Zugriff auf verschiedene KI-Modelle.

In der Anwendung ähnelt der Dienst bekannten KI-Chatbots wie ChatGPT: Es können Fragen gestellt, Texte erstellt oder zusammengefasst und – abhängig vom gewählten Modell – auch Bilder analysiert werden.

Einsatzmöglichkeiten

  • Texte schreiben, zusammenfassen oder überarbeiten
  • Inhalte erklären lassen und Lernstoff vertiefen
  • Prüfungen vorbereiten – zum Beispiel mit Prüfungssimulation oder Lernplänen
  • Ideen entwickeln und programmieren
  • Allgemeine Unterstützung in Studium und Lehre

Technisch basiert der Dienst auf der Infrastruktur von KI:inferenz.nrw, über die verschiedene KI-Modelle bereitgestellt und betrieben werden. Aktuell stehen unserer Hochschule zwei Open-Source-Modelle zur Auswahl, weitere sollen folgen.

Ausführliche Hilfen bietet die offizielle Dokumentation: KI:connect.nrw-Hilfeseite.

Login

Der Zugriff erfolgt direkt im Browser über chat.kiconnect.nrw mit dem eigenen HSD-Account; ein zusätzlicher Account ist nicht erforderlich.

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1. Die Seite chat.kiconnect.nrw im Webbrowser aufrufen.
2. „Hochschule Düsseldorf“ als Institution wählen.
3. Auf der HSD-Single-Sign-On-Seite mit dem HSD-Account anmelden.

Nach dem Login kann links ein neuer Chat gestartet und oben das gewünschte Modell ausgewählt werden. Die Nutzung orientiert sich an bekannten KI-Chat-Oberflächen und ist ohne technische Vorkenntnisse möglich.

Ist das datensouverän? Ja, aber…

Ein zentraler Vorteil von KI:connect.nrw liegt in der datenschutzfreundlichen Ausgestaltung. Die Verarbeitung erfolgt über hochschulnahe bzw. landesweite Infrastruktur, wodurch eine größere Datensouveränität im Vergleich zu vielen kommerziellen KI-Diensten erreicht wird.

Das ist rechtlich und organisatorisch deutlich sauberer als kommerzielle Public-Cloud-KI, aber kein Freifahrtschein. Auch bei dieser Form der Nutzung sollten keine sensiblen oder personenbezogenen Daten eingegeben werden.

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Faustregel

Datenschutzfreundlich und hochschulnah betrieben – aber trotzdem: keine sensiblen oder personenbezogenen Daten eingeben. Prüfungsleistungen bleiben besonders sensibel.

Didaktisch: weniger Komfort, mehr Lernchance

Im Unterschied zu vielen kommerziellen KI-Diensten verfügen die aktuell eingesetzten Modelle nicht über eine direkte Internetanbindung. Dadurch entstehen sowohl Einschränkungen als auch didaktische Chancen.

Einerseits sind Inhalte nicht zwangsläufig aktuell und ersetzen keine eigenständige Recherche. Andererseits wird die Nutzung stärker auf das Verstehen, Strukturieren und Reflektieren von Inhalten ausgerichtet. Generative KI kann so gezielt als Werkzeug zur Unterstützung von Lern- und Arbeitsprozessen eingesetzt werden, nicht als Ersatz für eigene Leistungen oder wissenschaftliche Recherche.

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Die KI arbeitet mit – sie sucht aber nicht!

KI:connect sollte daher mit klassischer Recherche kombiniert werden – etwa über Bibliotheken, Datenbanken und wissenschaftliche Quellen. Sie eignet sich besonders zum Verstehen, Strukturieren und Reflektieren. Ergebnisse können zudem fehlerhaft oder unvollständig sein und sollten stets kritisch geprüft werden.

KI-Kompetenzen aufbauen

Wer KI-Dienste produktiv einsetzen möchte, benötigt grundlegende Kenntnisse, um sie sicher, rechtskonform und sinnvoll zu nutzen. Dazu ist die HSD auch im Rahmen der europäischen KI-Verordnung verpflichtet.

Zentrale Hinweise zum rechtssicheren Umgang mit KI bietet die HSD-Informationsseite „KI in Studium und Lehre" – insbesondere in der KI-Richtlinie und der Checkliste zum rechtskonformen Umgang mit KI. Beschäftigte finden zusätzlich Informationen auf der Intranetseite „Zentrale KI-Dienste an der HSD".

Für den Einstieg bietet sich der kostenlose KI-Campus-Kurs „Wissenschaftlich arbeiten mit KI" an. Für Lehrende gibt es zusätzlich „KI für Lehrende: Generative KI im Hochschulkontext". Beide Kurse und weitere sind auf dem HSD-Moodle abrufbar: mdl.hs-duesseldorf.de/ki-kurse.

Ergänzend bietet das ZWEK regelmäßig Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Es lohnt sich, ab und zu einen Blick auf die Veranstaltungsseite zu werfen.

Auf einen Blick

Mit KI:connect.nrw steht an der HSD erstmals ein zentral bereitgestellter, landesweit betriebener KI-Chat zur Verfügung. Der Dienst ist datenschutzfreundlicher als kommerzielle Alternativen – jedoch kein Freifahrtschein: Sensible Daten bleiben tabu, Ergebnisse sind stets kritisch zu prüfen. Didaktisch eignet sich das Werkzeug besonders zum Verstehen, Strukturieren und Reflektieren, nicht als Ersatz für eigenständige Recherche.

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Schnelleinstieg – Checkliste

☐ Auf chat.kiconnect.nrw gehen und mit HSD-Account einloggen
☐ KI für Verstehen, Strukturieren, Ideen nutzen – nicht für Recherche
☐ Keine personenbezogenen oder sensiblen Daten eingeben
☐ Ergebnisse immer kritisch prüfen und mit Quellen absichern
☐ Einen KI-Campus-Kurs belegen, um die Grundlagen zu lernen

Hinweis: Für die sprachliche Überarbeitung dieses Beitrags wurde ein KI-basiertes Sprachmodell unterstützend eingesetzt. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim Autor.

Quellen und Linkempfehlungen