Wer mehrere Blogs, Podcasts oder Nachrichtenseiten verfolgt, kennt das Problem: Neues verteilt sich über viele Seiten und regelmäßig nachzusehen kostet Zeit. Neue Beiträge erscheinen automatisch in einer Feed-App, sobald sie veröffentlicht sind.
Was ist ein Feed?
Ein Feed (oft RSS-Feed genannt) ist eine maschinenlesbare Liste der neuesten Beiträge einer Website. Jeder Eintrag enthält Titel, Kurzbeschreibung, Datum und einen Link zum Beitrag. Eine Feed-App ruft diese Liste regelmäßig ab und sammelt Neues aus vielen Quellen an einem Ort.
Feed, Newsletter, Social Media: der Unterschied
- Feed: Die App holt Neues selbst ab. Kein Konto, keine Mailadresse, alle Beiträge in zeitlicher Reihenfolge.
- Newsletter: Die Website schickt Neues per Mail, an die hinterlegte Adresse.
- Social Media: Ein Algorithmus wählt aus, was erscheint. Wie er auswählt, bleibt verborgen und ein Konto ist Pflicht.
Welche Quellen in der App landen, entscheidet allein, wer sie nutzt. Abbestellen heißt: Feed in der App löschen. Eine Abmeldung ist nicht nötig.
Warum nur freie Apps?
Freie Software legt ihren Quellcode offen. Alle dürfen sie nutzen, prüfen und weitergeben. Manche kostenlosen Feed-Dienste verlangen dagegen ein Konto und speichern die Abos auf eigenen Servern. Die hier genannten Apps brauchen kein Konto und zeigen keine Werbung. Thunderbird sendet ab Werk Nutzungsdaten an Mozilla, das lässt sich in den Einstellungen abschalten. Die Abos bleiben auf dem eigenen Gerät.
In zwei Schritten
- Eine freie Feed-App installieren, zum Beispiel NetNewsWire (iPhone, iPad, Mac), Feeder (Android, über F-Droid) oder Thunderbird (Windows, Mac, Linux). Wer Thunderbird schon für Mail nutzt, braucht keine weitere App.
- Diese Adresse kopieren und in der App als neuen Feed hinzufügen.
https://blog.zwek.hs-duesseldorf.de/rss/
Nur ein Thema verfolgen? Jede Schlagwortseite hat ihren eigenen Feed, für Moodle etwa blog.zwek.hs-duesseldorf.de/tag/mdl/rss/.
Was der Feed über Lesende verrät
Die App ruft den Feed direkt beim Blog ab, wie beim Öffnen einer Webseite. Dabei fällt technisch eine IP-Adresse an. Name, Mailadresse oder Leseverhalten übermittelt ein Feed nicht. Eine Liste der Abonnierenden entsteht nicht.